Sonntag, 4. Oktober 2009

Trois heures Bruxelle - drei Stunden brutzeln

Eine wirklich lehrreiche Studienfahrt.
Zum Beispiel haben wir gelernt, dass wir uns um halb 10 / 10 vor eins / 19. 20 Uhr treffen (zu genüge), und auch, dass Herr Flügel das weiß. Oder dass es in Belgien drei Arten von Dingen gibt: Dinge, die erlaubt sind; Dinge, die nicht erlaubt sind und Dinge, die nicht so ganz erlaubt sind. Oder dass Manu statt einem Post-it eine Pause von Lukas bekommt. Oder dass das Wort "Sperrminorität" bei den meisten Leuten andere Gedanken hervorruft. Oder dass Vorträge, die eigentlich wirklich interessant sind, es trotzdem schaffen mich einzuschläfern. Oder dass unqualifizierte Meldungen bei SHAPE wie bspw. "Ist Ihnen klar, dass Sie sich aktiv dafür entschieden haben eventuell Menschen zu töten?", "Fühlen Sie sich nicht manchmal wie ein untergeordneter Depp?" oder "I like turtles." Therrito und mich wirklich aus der Fassung bringen können. Oder dass Sarah Geld kriegt, wenn sie faules Ei um den Zuhörerkreis bei SHAPE spielt, in den Sack voll Streu wie eine Katze reinmacht, Soldier Boy hinter den Soldaten tanzt oder Popofange spielt. Oder dass a pirate after your bootyyy is. Oder dass Tilli Podolski sein Glück jetzt bei der EU versucht (auf französisch und polnisch!). Oder dass ein einzelnes "Hey!" von Jakob so furchteinflößend ist, dass der Taschendieb tatsächlich die Tasche hat fallen lassen. Oder dass das schönste und spannenste Erlebnis der Fahrkartenautomat war. Oder dass ich froh bin, nicht in Griechenland mit dabei gewesen bin und mich 3 Wochen von Baguette und Pesto ernähren musste (3 Tage reicht vollkommen). Oder dass es viele lonely boys und girls gab. Oder dass die Taliban ein Assi(metrischer) Gegner sind. Oder dass belgische Comic Pornos auch keine besseren Dialoge haben als andere. Oder dass es wirklich eine lange Liste von bizarren Dingen gibt, die man in seiner Handtasche haben sollte, wenn man in einen Club geht (Telefon mit Wählscheibe, Skischuh, Topfpflanze, Fremdwörterbuch, ein gerahmtes Bild von deiner Oma, Topflappen, lebende Tiere, Hanteln, 1 kg Zucker (mit Erfahrungswert: "Was genau hast du heut abend noch vor?oO"), Küchengeräte, einen Salatkopf, die ganze Tasche voller Tampons/Kondome/Unterwäsche, eine große französische Pfeffermühle, eine Eieruhr, eine Gießkanne, eine Landkarte (am besten eine historische), ein Baguette, Harry Potter 1-4). Oder dass es immer funktioniert, wenn man jemand einfach Dinge in die Hand gibt oder California Dreaming anstimmt. Außer natürlich wenn man es jemandem zeigen möchte. Oder "Was macht deine Mutter dann eigentlich wenn du ausziehst?" "Weiß nich, ich glaub die stirbt.".
Oder einfach, dass die Belgier ein komisches Völkchen sind, die von Geldgier besessen sind, aus 1 großen Parkplatz einfach mal 10 Parkplätze machen um dem König nichts illegales zur Einweihung zuzumuten, einen Tunnel einfach mal so für ein paar Millionen verlegen und die EU ein Haus von einem beharrlichen Briten einfach stehenlässt, weil sie keine zweite Baugenehmigung einholen wollten. Und letzten Endes dass Belgien doch ein recht armes Land ist.

Studienfahrt II. - ein gelungenes Unternehmen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen