„Das sind schon Flaschen, oder? Männer wie Martin? Frauen sind für die sowas wie verfickte Laptops oder so, nach dem Motto, mein alter ist kaputt und außerdem gibt es jetzt welche, die schlanker sind und mehr können.“
(aus „A long way down“ von Nick Hornby [Zitat von Jess])
Warum hat man so verdammt viel Angst vor Langweile/Routine/Alltag?!
Wenn man einen Moment lang glücklich ist, dann versucht man alles um diesen Moment so lang wie möglich festzuhalten und trotzdem verliert man ihn dann doch irgendwann daran, dass dieses schöne Gefühl Routine geworden ist und einen schon längst nicht mehr kickt. Und dann kommt das übliche: Man sucht sich einen neuen, heftigeren Kick; man geht fremd; man nimmt härtere Drogen oder findet sonst irgendeinen Weg sich noch ein bisschen mehr kaputt zu machen. Und dann hat man ihn endgültig verloren, den Moment in dem man glücklich war. Und wofür? Für etwas von dem man gedacht hat, es sei in irgendeiner Art und Weise besser als das, was man hatte.
Kennt ihr das? Diese Sekunde in der man begreift, dass man alles versuchen kann dieses Gefühl wieder herzustellen und es doch nie wieder dasselbe sein wird? (Wenn nicht, dann war das die Sekunde in der ihr den Satz gelesen und drüber nachgedacht habt.)
Man hat diesen Moment als so wundervoll in Erinnerung dass man ihn um jeden Preis wiederhaben will...und genau da merkt man dass es nie wieder auch nur annähernd so sein wird.
Warum hat man ihn dann aufgegeben?! (Jaja, ich weiß, manchmal kann man nix dafür und auch nix mehr dagegen machen, aber mal angenommen es ist nicht so...)
Warum hat man sich einen anderen, scheinbar besseren Kick gesucht als beim alten zu bleiben und versuchen diesen Kick bis auf den letzten Tropfen zu genießen und ihn zu retten, falls es ihn zu retten gilt?! Es heißt doch immer dass man alles schaffen kann, wenn man nur will und ich persönlich glaube auch dass vieles schief läuft (was nicht schief laufen müsste), weil man sein Ziel aus den Augen verloren hat. Oder weil man sich gar nicht erst am Ziel orientiert hat. [Aber ich häng mir ganz bestimmt nich son beklopptes Zitat an die Zimmertür, Frau Jäger – meine allerliebste Klassenlehrerin oO (ironischerweise steht an meiner Zimmertür „Fuck it *Herzchen* It’s just not worth trying“ xD allerdings ohne tieferen Hintergrund; mir hat das Fuck it zusammen mit dem Herzchen so gut gefallen.)]
Und da wären wir ma wieder bei der notorischen Frage: Wozu das ganze?!
Warum heiraten die Leute, um sich dann doch irgendwann darüber klar zu werden, dass man sich auseinandergelebt hat und schon längst keinen Kick mehr davon kriegt? Warum lässt man sich immer wieder weh tun und fängt trotzdem wieder den gleichen Spaß von vorne an? Oder warum tut man einem Menschen überhaupt weh? Ist es das wert?! Ist dieser Kick den Verlust wert?!
„Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen.“
(Sigmund Freud)
Tatsächlich?! oO
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen