Dienstag, 23. Februar 2010

Schokostich

Wenn ich mich so oft schon in verschiedenen Umgebungen verändert habe und noch verändern werde, was ist dann mein Fundament?

Weiß die Frau in der Imbissbude, dass sie den Ketchup-Klecks zum Teil unbezwingbar über komplette Pommes drüberwirft und damit mein Leben beeinflusst?

Freitag, 1. Januar 2010

Schonmal nen Weihnachtsbaum geduscht und geföhnt?

Nein? Ich schon.
Schöne Weihnachten waren das. Auch wenn die Katze den Baum angestriezelt hat und wir ihn deshalb waschen, föhnen, legen mussten. Dafür war das Essen umso schmackhafter und die Bescherung umso unwichtiger. Man merkt, dass man erwachsener wird. Wenn einem die Geschenke eigentlich egal sind, und das Essen und der Sekt und die Zigarette im Wohnzimmer viel mehr wert scheint.

Auch dieses Silvester war ziemlich unspektakulär, wie die 19 davor auch. Ob ich es in meinem Leben nochmal schaffe, auf irgendeiner coolen Silvesterparty zu landen? Wer weiß... Dieses Jahr war eher Salat, Wein und angeregte Gespräche über Wirtschaft und Politik zu viert bei Therrito angesagt. Dennoch war mein erstes Silvester in Tübingen irgendwie beeindruckend. Ich hatte ja keine Ahnung, wie groß der Österberg ist (auch wenn ich darauf wohne :D ). Du schaust runter ins neblige Tal, über die Stadt, und siehst den Raketen zu, und das Schöne ist, dass du weißt: unter jeder Rakete steht ein Mensch. Du bist nicht allein.
2010

Ein ...Jahr liegt hinter mir. Wie soll man 2009 beschreiben?
Sehr viele glorreiche 18er-Geburstage, das Ende einer Beziehung, der Anfang einer neuen, ein Piercing, zwei Studienfahrten, neue Freunde, alte hinter mir gelassen, eine Gemeinderatskandidatur, eine eigene Wohnung, ein wunderbarer Job, Selbstständigkeit, Berlin, Hamburg, Näherrücken und doch man selbst bleiben. Ich hab Geschichte.

Ich bin ein Jahr älter. Nur ein Jahr?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Hamburch weiß, wat schädelt.

Was für ein schönes letztes Muff Potter Konzert.
Trotz Hamburg 8 Grad Regen (und das ist nur einer meiner glorreichen Wortwitze, siehe "In Altona trank ich mal einen guten Kaffee" und "Landungsbrücken raus") und dem Anstehen im Schiff, das ich jedoch erfolgreich mit meiner "Ich dreh mir jetzt ne Zigarette"-Taktik verhindern konnte, indem es natürlich just in dem Moment, in dem ich Papes und Filter draußen hatte voran ging.
Dennoch waren einige Spasten da. Zum Beispiel die drei Ischen, die noch nie was von Umverteilung gehört hatten und da vorne Platz für zwei, aber natürlich niemand durchgelassen haben. Auch nicht die Hochschwangere, die neben mir stand und auf die ich immer beinahe draufgefallen wäre oO
Allgemein mussten Marvin und ich glaub ich beide feststellen, dass wir langsam zu erwachsen für Pogo und Wall of Deaths sind, aber zum Glück auch erwachsen genug, als dass wir weiterhin Festivalbändchen und -shirts bräuchten, um uns trve zu fühlen.
Ich bin auch so ungemein cool, allein schon weil ich alle Texte inkl. Bitter Lemon mitsingen konnte x)
Lustige Momente gab es vor allem, als ich zwischen allen Liedern von Clickclickdecker "Gruß von meim Vadder!" in schwäbisch nach vorne gerufen habe. Oder dieser dicken Lesben-Mutti vor mir ganze drei mal aus Versehen (wirklich) übern Hintern gestrichen bin.
Des Weiteren gab es viele Homages an ...But alive und Clickclickdecker. Und von mir auch an meine Blase, denn immerhin hab ich es das gesamte Konzert bis zu den Zugaben mit 2 Bier in meiner randvollen Blase ausgehalten.
Aber dann entschloss ich mich doch, aufs Klo zu gehen, was die beste Entscheidung meines Lebens war, wie sich herausstellte. Nicht nur, weil meine Blase es mir sehr dankte, sondern weil ich danach ganz hinten stand. Und hinter mir ein Mitt-Vierziger, der verdammt aussah wie Marcus Wiebusch. Aber ich sagte mir "Achwas, Lea, du hast so ein schlechtes Gesichtergedächtnis, das ist sicher nicht Marcus Wiebusch, was sollte der auch hier?!". Nachdem dann allerdings einige andere Leute sich verwundert umschauten und tuschelten, packte ich all meinen kleine Mädchen-Mut und -Charme und tippte ihn an. "Ich starr dich jetzt schon seit 10 min an... du siehst aus wie Marcus Wiebusch." "Ja, wir werden öfters verwechselt... ne, ich bin Marcus Wiebusch." Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Marcus Wiebusch. Der Mann mit den wundervollen Texten von Kettcar, ...But Alive und Rantanplan. Vor mir.
Tja, casual wie ich bin haben wir uns dann noch 10 min über Tübingen, Konzerte, egozentrische Musiker, die Markthalle und Hamburgs Sehenswürdigkeiten unterhalten. Nichtmal Smalltalk! x) Es stellte sich dann auch heraus, dass er Muff Potter quasi groß gemacht hat und dann auch backstage gehen musste, mich aber vorher noch fragte, ob ich alleine hier sei. Ich wär bestimmt mit backstage gekommen x) allerdings verabschiedeten wir uns dann recht herzlich voneinander und ich ging nach draußen, wo ich dann kurz einen hysterischen Anfall hatte. ICH HAB MARCUS WIEBUSCH GETROFFEN! UND MIT IHM GEREDET!
Daraufhin musste Marvin sich die nächsten Tage ständig Weisheiten à la "Marcus Wiebusch sagt..." anhören, denn immerhin sind Marcus Wiebusch und ich jetzt Best Friends for life!
Später am Abend haben wir aufm Weg zum Hostel noch Lorielle London (ehemals Lorenzo) auf der Reeperbahn gesehen. Eher weniger spektakulär. :D

Der Rest unseres Hamburg-Trips gestaltete sich ebenfalls eher unspektakulär, aufgelockert durch aufgeschnappte Gesprächsfragmente wie "Ich komm ja aus Kapstadt, aber soooowas hab ich ja noch nie erlebt!" und "Ich mag keine sprechende Gegenstände." und mehreren Ditsch-Besuchen etc.

Alles in allem doch zufriedenstellend. :)

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Zuckersüße Illusion

Hättste wohl gern.
Mein Herz ist schwarz wie deine Coca Cola.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Sonntag, 4. Oktober 2009

Neustart.

Tja, versuchen wirs noch einmal. Mit einem Best-Of an alten Blogeinträgen und hoffentlich vielen neuen. Und auch neuen Lesern.

Die Firma wünscht viel Spaß und Vergnügen!

Trois heures Bruxelle - drei Stunden brutzeln

Eine wirklich lehrreiche Studienfahrt.
Zum Beispiel haben wir gelernt, dass wir uns um halb 10 / 10 vor eins / 19. 20 Uhr treffen (zu genüge), und auch, dass Herr Flügel das weiß. Oder dass es in Belgien drei Arten von Dingen gibt: Dinge, die erlaubt sind; Dinge, die nicht erlaubt sind und Dinge, die nicht so ganz erlaubt sind. Oder dass Manu statt einem Post-it eine Pause von Lukas bekommt. Oder dass das Wort "Sperrminorität" bei den meisten Leuten andere Gedanken hervorruft. Oder dass Vorträge, die eigentlich wirklich interessant sind, es trotzdem schaffen mich einzuschläfern. Oder dass unqualifizierte Meldungen bei SHAPE wie bspw. "Ist Ihnen klar, dass Sie sich aktiv dafür entschieden haben eventuell Menschen zu töten?", "Fühlen Sie sich nicht manchmal wie ein untergeordneter Depp?" oder "I like turtles." Therrito und mich wirklich aus der Fassung bringen können. Oder dass Sarah Geld kriegt, wenn sie faules Ei um den Zuhörerkreis bei SHAPE spielt, in den Sack voll Streu wie eine Katze reinmacht, Soldier Boy hinter den Soldaten tanzt oder Popofange spielt. Oder dass a pirate after your bootyyy is. Oder dass Tilli Podolski sein Glück jetzt bei der EU versucht (auf französisch und polnisch!). Oder dass ein einzelnes "Hey!" von Jakob so furchteinflößend ist, dass der Taschendieb tatsächlich die Tasche hat fallen lassen. Oder dass das schönste und spannenste Erlebnis der Fahrkartenautomat war. Oder dass ich froh bin, nicht in Griechenland mit dabei gewesen bin und mich 3 Wochen von Baguette und Pesto ernähren musste (3 Tage reicht vollkommen). Oder dass es viele lonely boys und girls gab. Oder dass die Taliban ein Assi(metrischer) Gegner sind. Oder dass belgische Comic Pornos auch keine besseren Dialoge haben als andere. Oder dass es wirklich eine lange Liste von bizarren Dingen gibt, die man in seiner Handtasche haben sollte, wenn man in einen Club geht (Telefon mit Wählscheibe, Skischuh, Topfpflanze, Fremdwörterbuch, ein gerahmtes Bild von deiner Oma, Topflappen, lebende Tiere, Hanteln, 1 kg Zucker (mit Erfahrungswert: "Was genau hast du heut abend noch vor?oO"), Küchengeräte, einen Salatkopf, die ganze Tasche voller Tampons/Kondome/Unterwäsche, eine große französische Pfeffermühle, eine Eieruhr, eine Gießkanne, eine Landkarte (am besten eine historische), ein Baguette, Harry Potter 1-4). Oder dass es immer funktioniert, wenn man jemand einfach Dinge in die Hand gibt oder California Dreaming anstimmt. Außer natürlich wenn man es jemandem zeigen möchte. Oder "Was macht deine Mutter dann eigentlich wenn du ausziehst?" "Weiß nich, ich glaub die stirbt.".
Oder einfach, dass die Belgier ein komisches Völkchen sind, die von Geldgier besessen sind, aus 1 großen Parkplatz einfach mal 10 Parkplätze machen um dem König nichts illegales zur Einweihung zuzumuten, einen Tunnel einfach mal so für ein paar Millionen verlegen und die EU ein Haus von einem beharrlichen Briten einfach stehenlässt, weil sie keine zweite Baugenehmigung einholen wollten. Und letzten Endes dass Belgien doch ein recht armes Land ist.

Studienfahrt II. - ein gelungenes Unternehmen.