Donnerstag, 17. Dezember 2009

Hamburch weiß, wat schädelt.

Was für ein schönes letztes Muff Potter Konzert.
Trotz Hamburg 8 Grad Regen (und das ist nur einer meiner glorreichen Wortwitze, siehe "In Altona trank ich mal einen guten Kaffee" und "Landungsbrücken raus") und dem Anstehen im Schiff, das ich jedoch erfolgreich mit meiner "Ich dreh mir jetzt ne Zigarette"-Taktik verhindern konnte, indem es natürlich just in dem Moment, in dem ich Papes und Filter draußen hatte voran ging.
Dennoch waren einige Spasten da. Zum Beispiel die drei Ischen, die noch nie was von Umverteilung gehört hatten und da vorne Platz für zwei, aber natürlich niemand durchgelassen haben. Auch nicht die Hochschwangere, die neben mir stand und auf die ich immer beinahe draufgefallen wäre oO
Allgemein mussten Marvin und ich glaub ich beide feststellen, dass wir langsam zu erwachsen für Pogo und Wall of Deaths sind, aber zum Glück auch erwachsen genug, als dass wir weiterhin Festivalbändchen und -shirts bräuchten, um uns trve zu fühlen.
Ich bin auch so ungemein cool, allein schon weil ich alle Texte inkl. Bitter Lemon mitsingen konnte x)
Lustige Momente gab es vor allem, als ich zwischen allen Liedern von Clickclickdecker "Gruß von meim Vadder!" in schwäbisch nach vorne gerufen habe. Oder dieser dicken Lesben-Mutti vor mir ganze drei mal aus Versehen (wirklich) übern Hintern gestrichen bin.
Des Weiteren gab es viele Homages an ...But alive und Clickclickdecker. Und von mir auch an meine Blase, denn immerhin hab ich es das gesamte Konzert bis zu den Zugaben mit 2 Bier in meiner randvollen Blase ausgehalten.
Aber dann entschloss ich mich doch, aufs Klo zu gehen, was die beste Entscheidung meines Lebens war, wie sich herausstellte. Nicht nur, weil meine Blase es mir sehr dankte, sondern weil ich danach ganz hinten stand. Und hinter mir ein Mitt-Vierziger, der verdammt aussah wie Marcus Wiebusch. Aber ich sagte mir "Achwas, Lea, du hast so ein schlechtes Gesichtergedächtnis, das ist sicher nicht Marcus Wiebusch, was sollte der auch hier?!". Nachdem dann allerdings einige andere Leute sich verwundert umschauten und tuschelten, packte ich all meinen kleine Mädchen-Mut und -Charme und tippte ihn an. "Ich starr dich jetzt schon seit 10 min an... du siehst aus wie Marcus Wiebusch." "Ja, wir werden öfters verwechselt... ne, ich bin Marcus Wiebusch." Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Marcus Wiebusch. Der Mann mit den wundervollen Texten von Kettcar, ...But Alive und Rantanplan. Vor mir.
Tja, casual wie ich bin haben wir uns dann noch 10 min über Tübingen, Konzerte, egozentrische Musiker, die Markthalle und Hamburgs Sehenswürdigkeiten unterhalten. Nichtmal Smalltalk! x) Es stellte sich dann auch heraus, dass er Muff Potter quasi groß gemacht hat und dann auch backstage gehen musste, mich aber vorher noch fragte, ob ich alleine hier sei. Ich wär bestimmt mit backstage gekommen x) allerdings verabschiedeten wir uns dann recht herzlich voneinander und ich ging nach draußen, wo ich dann kurz einen hysterischen Anfall hatte. ICH HAB MARCUS WIEBUSCH GETROFFEN! UND MIT IHM GEREDET!
Daraufhin musste Marvin sich die nächsten Tage ständig Weisheiten à la "Marcus Wiebusch sagt..." anhören, denn immerhin sind Marcus Wiebusch und ich jetzt Best Friends for life!
Später am Abend haben wir aufm Weg zum Hostel noch Lorielle London (ehemals Lorenzo) auf der Reeperbahn gesehen. Eher weniger spektakulär. :D

Der Rest unseres Hamburg-Trips gestaltete sich ebenfalls eher unspektakulär, aufgelockert durch aufgeschnappte Gesprächsfragmente wie "Ich komm ja aus Kapstadt, aber soooowas hab ich ja noch nie erlebt!" und "Ich mag keine sprechende Gegenstände." und mehreren Ditsch-Besuchen etc.

Alles in allem doch zufriedenstellend. :)